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Schulter-OP Tag 7 bis 14

Da bin ich wieder. Große Familie - immer was los... daher lasse ich erst jetzt wieder was von mir hören.

Mittlerweile war ich jetzt viermal beim Physiotherapeuten. Nach jedem Mal kam ich mir wie nach einem Marathonlauf vor... dabei habe ich mich gar nicht vom Fleck bewegt und der Therapeut hat alles gemacht :-) Es ist so unvorstellbar, dass sich ein Arm, der vorher tip top war, so wenig bewegen lässt. Bei mehr Bewegung wird es doch schmerzhaft, daher lässt man das ja... bei den Übungen muss man natürlich bis zum Schmerzpunkt gehen und nur manchmal trampele ich mit den Füßen auf der Liege rum, bis ich einen erstaunten - aber verschmitzten - Blick ernte. Bei einem anderen Mal habe ich mit dem Finger geschnippt und er wusste Bescheid. Wir unterhalten uns dann immer über die Skala von 1-10. Aber was ist schon eine Skala und wie definiert man Schmerz? Jeder hält ja auch was anderes aus. Mit Schmerzen kann ich normalerweise ganz gut umgehen. Stoße ich mir mein Bein an, reibe ich drüber, ärgere mich darüber wie blöd ich bin und gehe weiter. Spätestens nach 3 Sekunden habe ich es vergessen, weil ich mit was anderem beschäftigt bin. Nach ein paar Tagen wundere ich mich über den blauen Fleck und kann mich nicht erinnern, woher ich den habe... Wie sage ich es also meinem Therapeuten...? Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass er Bescheid weiß, wenn er ein Geräusch von mir hört. Ich meinte dann nur lachend, klar, wenn Du meine Schreie hörst, weißt Du Bescheid :-) Humor gehört dazu, sonst hälst Du es nicht aus. Die meisten Übungen gehen ja bzw. die meisten Bewegungen, die er mit meinem Arm macht. Aber zwischendurch geht er an die Grenze und dann denke ich mir, wieso sind denn erst 5 Minuten vorbei... Zum Abschied meinte er beim letzten Mal, dass es wohl was anstrengend war, denn das Handtuch sei nass... Ha, ha, ha... beim letzten Termin habe ich mich wirklich beim Marathon gefüllt. Es war echt anstrengend... und das wiederum einfach erstaunlich, weil ich nur gelegen habe... Aber ich verrate Euch was... es war der Angstschweiß :-) :-) :-)

Zuhause mache ich nach wie vor nicht allzu viel. Harmlose Dinge, die ich bevorzugt mit einem Arm machen kann. Wie gesagt, der Bericht ist noch nicht da, kommt aber jetzt dann doch noch. Es war Abrechnungszeit und dadurch noch nicht geschrieben - eine kleine Erinnerung durch meinen Anruf war wohl auch hilfreich ;-) Das habe ich meinem Therapeuten auch gesagt und dann meinte er doch glatt zum Abschied, wenn der Bericht vorliegen und er Bescheid wüsste, dann kämen die richtigen Übungen dran... HILFE... 

Von meinem Sohn habe ich ja ein Fitnessband bekommen und ich zähle damit meine Schritte und was ich so esse. Ich habe schon das Gefühl durch das Kortison zugenommen zu haben, auch wenn mein Mann sagt, dass das heutzutage nicht mehr so sein muss. Vielleicht wollte er mich auch nur beruhigen. Aber mein Arzt hat es mir auch schon gesagt, also versuche ich durch mehr Schritte dem Gewicht davonzulaufen... Aber ohne zu übertreiben, denn man glaubt gar nicht, wie KO man von so einer kurzen Strecke sein kann. Wir haben die Schule am Ort und sie ist vielleicht 7 Minuten entfernt... und ich Schweiß gebadet... :-) Ich hole die Kinder von der Schule ab oder bringe sie hin. Dann trage ich allerdings auch meine Schiene, wie auch nach den Therapieübungen. Nach den Übungen ist das sehr erleichternd und erholsam und draußen auf der Straße rempelt mich keiner an und ich finde es auch entspannter, da doch verschiedentlich bei längerem Gehen - da ist der kurze Schulweg auch mit gemeint - es doch an den ein oder anderen Stellen am Arm zieht. Und durch die Rotatorenruptur schwingt doch etwas Angst mit. Da hört man dann auch die verschiedenen Dinge, so vonwegen: Och, mein Vater hat das schon zweimal gemacht bekommen, ist schon wieder ab.... Oder man wird beim Einkaufen angesprochen: Impingement? Äh... ja. Sieht man das??? Und schon entwickeln sich die tollsten Gespräche und man stellt fest, wie vielen es doch so geht. Besonders, wenn die Gesprächspartner das ja schon zum zweiten oder dritten Mal hatten... Das beruhigt mich total... und baut mich natürlich sehr auf... Aber ich bin ein sehr positiv denkender Mensch, das wird schon alle gut! Yes, she can!

8.7.17 17:20


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Schulter-OP Tag 6

Heute hatte ich meinen ersten Physiotherapietermin. Etwas mulmig war mir schon zumute, da ich mir schon einiges ausgemalt habe - blöd wie man ist, malt man es sich natürlich immer total schlimm aus, jedenfalls ich :-) Nun, erst mal habe ich ihm den Kurzbericht gezeigt, da der ausführliche Bericht noch nicht beim Hausarzt vorlag. Viel hat der Therapeut nicht dazu gesagt, außer: Sie wissen, dass es bis zu zwei Jahren dauert, bis der Arm wieder in etwa so ist wie früher? - Hatte mir das nicht der Orthopäde vor der OP auch gesagt?! Nun, der Orthopäde weiß ja nicht, dass ich mich nicht habe operieren lassen. Er hatte mir ja abgeraten, aber da mir mein Arm so überhaupt nicht gefallen hat und es mir wirklich definitiv zu wenig war, irgendwann mal wieder hinzugehen und abzuwarten, habe ich mich für die Operation entschieden. Auf Diskussionen hatte ich keinen Nerv und irgendwie hat mein Bauch die Beziehung zum Orthopäden beendet. Nun, jedenfalls war ich natürlich hellauf begeistert, trotz allem doch noch fast zwei Jahre warten zu müssen. Geduld ist nicht gerade mein zweiter Vorname... Aber nun denn, aufgeben gibt es nicht, da müssen wir dann jetzt durch. Der Physiotherapeut sagte mir dann schon, dass die OP aufgrund der Ruptur doch OK war, ich hätte mich nicht unbedingt operieren lassen müssen, wenn das nicht gewesen wäre. Aber davon wusste ich ja nichts, da es im MRT nicht sichtbar gewesen ist. Jetzt frage ich mich trotz alledem, wieso eigentlich nicht??? Wieso geht man denn dann zum MRT? Ich denke, da sind die Weichteile auch zu sehen...? Muss man alles selbst studieren und erlernen und sich von dem Ganzen ein Bild machen zu können. Es ist wirklich anstrengend... Auf wen oder was kann man sich denn verlassen? Man geht ja schließlich hin, weil die Leute ihr jeweiliges Fach erlernt haben. Tja, ich denke, es gibt eben Erlerntes, Erfahrung und Meinungen und die werden eben von jedem einzelnen Arzt oder Therapeut weiter gegeben und die Entscheidung trifft man eben doch zuletzt. Man sollte sich nur nicht wundern, wenn man sich verschiedene Meinungen einholt, dann auch verschiedene Meinungen und Aussagen zu erhalten...

So nebenbei erwähnt, hätte mir mein Orthopäde keine Physiotherapie verschrieben, und ja, ich weiß, dass diese Ärzte in ihrem Budget wohl leider sehr begrenzt sind. Aber wieso sagen die das nicht einfach offen und ehrlich? Dann kann man doch selbst noch die verschiedenen Möglichkeiten eruieren. Hätte ich nicht noch die richtige Ansprechpartnerin gefunden, dann hätte ich gar nicht gewusst, auf was ich alles Anspruch habe - 30 Physiotherapiestunden und es wurde ein Physiostuhl mit einem Armmotor für mich beantragt. So was weiß man doch von allein gar nicht. Ich finde es jedenfalls klasse und ich werde diesen Stuhl auch so viel wie möglich - und so viel ich darf natürlich - nutzen, damit der Stuhl auch seinen Sinn erfüllt. Ich mache zurzeit die Übungen, die ich bisher machen darf, also das Handtuch über die Tür legen und von beiden Seiten am Ende festhalten. Mit dem gesunden Arm ziehe ich den lädierten Arm hoch. Nur so weit es wirklich geht, ohne mich dabei in den Rücken zu legen, nur weil ich höher kommen möchte. Das ist Fusch und der Arm kommt tatsächlich nicht höher. Das mache ich ein paar Mal, nicht zu viel - so etwa 6 Mal. Dann schwinge ich eine 0,5 l Flasche Sprudel - oder Saft ;-) - nach vorne und hinten, aber auch nur soweit das ohne Anstrengung geht. Einfach nur so viel, dass sich die Schulter ohne Schmerzen bewegen lässt. Mehr traue ich mich noch nicht.

8.7.17 16:59


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