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Schulter-OP

Hallo,

nachdem ich im Internet viele Informationen von Leidgeplagten gelesen habe, wollte ich hier einfach mal meine Erfahrungen mit einer Schulter-OP festhalten.

Am 21.06.2017 wurde ich an der Schulter operiert. Normalerweise sollte "nur" das Schultergelenk vom Schulterdach entfernt werden. Während der OP stellte sich aber auch noch heraus, dass eine Rotatorenruptur vorlag. Hier die komplette Diagnose und die Therapie:

Diagnose:

Impingement Syndrom linke Schulter

Schwere Synovitis

Schultersteife

Adhesive Kapsulitis

Degenerative Rotatoren / Partielle Ruptur 

AC-Gelenkarthrose

 Therapie:

Arthroskopische Subacromial-Dekompression mittels

- partieller Bursektomie

- Coracoacromialrelease

- Acromioplastik

Debridement der Rotatoren + AC Gelenk

Mein Arzt hat für mich einen Physiotherapie-Stuhl mit Arm-Motor beantragt und ich hoffe, ich bekomme diesen auch. Da muss ich noch abwarten, was meine Krankenkasse mir mitteilt. Da halte ich Euch natürlich auch auf dem Laufenden. 30 Physiotherapie-Sitzungen stehen mir zu und ich bin froh, dass mich heute Morgen der Anruf meines Physiotherapeuten erreicht hat, da ihm für morgen ein Termin abgesagt hat. Keine Frage, dass ich bei diesem Angebot sofort zuschlage, zumal es mein bevorzugter Physiotherapeut ist, der mir vor zehn Jahren bei meinem Rückenbeschwerden ganz hervorragend geholfen hat.

Tag 1:

Am ersten Tag nach der OP habe ich den Arm vorsichtig bewegt. Schmerzen hatte ich gar keine, d. h. nur dann etwas, wenn ich den Arm nach oben bewegt habe. Es war himmlich! Welch ein Gefühl, den Arm wieder nach oben bewegen zu können! Leider hatte man mir nicht gesagt, dass ich den Arm "passiv" bewegen sollte. Wahrscheinlich ging jeder Arzt davon aus, dass der jeweils andere es mir gesagt hätte. Ich habe den Arm also erst ohne Unterstützung des rechten Armes hoch gehoben - bis zum Schmerz, nicht darüber hinaus. Das auch nur wenig, da ich ja langsam anfangen sollte. Hat auch alles gut funktioniert, nur dass der Arm unterstützt werden sollte...

Zu meinem großen Ärgernis muss ich über zwei Monate lang Kortison nehmen. Die Folge kennt bestimmt so mancher - und ich muss es schon nur zwei Monate nehmen - man nimmt zu! Ich freue mich also jetzt schon auf die nächste Kleidergröße... Mein Sohn hat mich am ersten Morgen nach der OP zuhause besucht und mir zu meiner Überraschung ein Fitnessarmband geschenkt. Dafür habe ich mich schon länger interessiert, daher war meine Begeisterung natürlich groß. Wir haben nach der Aufladung des Bandes auch gleich die wichtigsten Daten eingegeben und da ich ja Feuer und Flamme auf Bewegung bin - nachdem ich mich ein halbes Jahr zurückhalten musste - habe ich auch gleich losgelegt und viele Schritte schon allein im Haus gemacht... wir haben ein sehr großes Haus. Wer uns kennt, nickt mit Sicherheit ganz heftig. Auch meine Trinkfaulheit habe ich umgehend abgelegt - und ich hoffe, dass es dabei bleibt.

Tag 2:

Am zweiten Tag startete der Morgen mit leichten Kreislaufbeschwerden. Daher habe ich mich nach dem Frühstück einfach nochmal ins Bett gelegt und mich ausgeruht. Für mich ist es sehr schwierig, mein Gehirn darauf umzustellen, dass es völlig in Ordnung ist, wenn ich einfach nichts tue oder es die anderen machen lasse. Wir haben schließlich viele Kinder ;-) Heute habe ich mich auch mit der Diagnose beschäftigt und die einzelnen Diagnosen gegooglet. Da habe ich dann auch gelesen, dass der Arm passiv, aber trotzdem bewegt werden soll. Damit die "Frozen Shoulder" nicht wieder kommt. Daher stelle ich mich nah vor eine Wand und lege meine rechte Hand unter meinen linken Oberarm. Die Finger der linken Hand lege ich auf die Wand und "krabbele" sozusagen mit den Fingern nach oben. Gleichzeitig gehe ich etwas näher an die Wand, so dass der Arm aus der Schulter heraus auch gut angehoben wird. Das alles aber nur "bis" zum Schmerz. Niemals darüber hinaus. Eine weitere Übung ist die, dass ich eine volle Flasche Sprudelwasser (oder Getränk nach Wahl :-) ) in der linken Hand halte und den Arm großzügig pendeln lasse. Wieder nur bis zum Schmerz, allerdings tritt das nicht ein. Es ist einfach nur eine wohltuende Übung.

Zusätzlich zum Kortison nehme ich seit heute Ibufam ein. Das ist schmerz- und entzündungshemmend. Damit meinem Magen nichts geschieht, nehme ich am Morgen zu allererst einen Magenblocker ein. Das ist sehr wichtig, da Medikamente sonst leicht Magenbeschwerden auslösen und eine neue Baustelle aufmachen können - und die braucht kein Mensch nach einer Schulter-OP...

Auch heute habe ich mein Trinkziel erreicht und ich kann nur sagen, dass so ein Fitnessband nochmal zusätzlich motiviert, sich zu bewegen und auch einen kleinen "Trinkwettbewerb" auslösen kann: an welchem Tag der Woche habe ich am meisten getrunken. Ich trinke auch eher nochmal ein Glas extra und das finde ich sehr gut :-)

Tag 3:

Heute habe ich meine gewohnten zwei Übungen gemacht, aber den Arm auch viel in der mir vom Arzt mitgegebenen Armschlinge gelegt. Nur so für alle Fälle, da ich ja weder den ausführlichen OP-Bericht mit meinem Hausarzt oder mit meinem Physiotherapeuten besprechen konnte. Da ich keinen Rückfall erleiden möchte, mache ich das jetzt lieber mal so nach Bauchgefühl. Über Tag habe ich mich bewegt und ausgeruht. Es hat sich die Waage gehalten. Mein Schrittziel habe ich auch heute wieder erreicht und getrunken habe ich von den drei Tagen auch heute schon wieder mehr als gestern. So ein Fitnessband ist wirklich eine gute Unterstützung.

Tag 4:

Der faule Sonntag. Sonntagsmorgens stehe ich gerne früher auf, als meine Familie - heute habe ich allerdings doch mit kurz vor 9 Uhr geschlafen. Da es so warm ist, bin ich erst spät eingeschlafen und war oft wacht. Da dachte ich mir, was soll's. Dann habe ich erst mal meinen Magenblocker eingenommen und mir erst mal eine kleine Flasche Wasser leer getrunken. Da bin ich jetzt total ehrgeizig geworden. Nichts schöner, als dann gemütlich auf der Couch zu liegen und fern zu sehen - es sei denn, man kann sich ordentlich bewegen. Schon klar :-) Aber joggen ist gerade schlecht, Fahrrad fahren genauso, also Couchpotatoe. Mein Mann und ich mögen alte Filme aus den 40er, 50er und 60er Jahren und haben auch schon eine kleine Sammlung zusammen bekommen. Da gibt es immer was Schönes. Irgendwann hat unsere Tochter den Frühstückstisch gedeckt und alle geweckt. Da wir ja nicht genug Kinder haben (wir haben 8 an der Zahl), sind meist noch Wochenendgäste unserer größeren Tochter da und die werden natürlich auch versorgt. Das ist auch immer sehr lustig und ich habe die Freunde unserer Kinder sehr gerne hier bei uns. Nach dem Frühstück habe ich wieder meine zwei Übungen gemacht und den Arm nachher wieder in die Schlinge gelegt. Am Nachmittag waren wir zum Geburtstagsgrillen meiner Schwägerin eingeladen. Mein Trinkziel habe ich erreicht, aber mehr Kalorieren zu mir genommen, als verbrannt.... Na ja... irgendwie muss man das Kortison ja unterstützen... ;-) Die gewünschten Schritte habe ich auch nicht gemacht, aber das Ganze soll nicht in Stress ausarten, sondern gesund sein und schließlich habe ich gerade ein OP hinter mir.

Tag 5:

Wie schon an den anderen Tagen berichtet, habe ich zum Glück keine oder zumindest keine großen Schmerzen. Da bin ich wirklich sehr froh, denn im Internet finden sich genug andere Beispiele. Meine zwei Standardübungen mache ich dreimal über den Tag verteilt, da ich mir ja noch nicht sicher bin, was ich genau machen darf, aber die Schulter eben nicht wieder einfrieren soll. Morgen habe ich meine erste Physiotherapie und dann wird der Therapeut mir schon genau erklären, was ich darf und soll. Natürlich halte ich Euch auf dem Laufenden.

26.6.17 16:33
 


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