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Schulter-OP Tag 6

Heute hatte ich meinen ersten Physiotherapietermin. Etwas mulmig war mir schon zumute, da ich mir schon einiges ausgemalt habe - blöd wie man ist, malt man es sich natürlich immer total schlimm aus, jedenfalls ich :-) Nun, erst mal habe ich ihm den Kurzbericht gezeigt, da der ausführliche Bericht noch nicht beim Hausarzt vorlag. Viel hat der Therapeut nicht dazu gesagt, außer: Sie wissen, dass es bis zu zwei Jahren dauert, bis der Arm wieder in etwa so ist wie früher? - Hatte mir das nicht der Orthopäde vor der OP auch gesagt?! Nun, der Orthopäde weiß ja nicht, dass ich mich nicht habe operieren lassen. Er hatte mir ja abgeraten, aber da mir mein Arm so überhaupt nicht gefallen hat und es mir wirklich definitiv zu wenig war, irgendwann mal wieder hinzugehen und abzuwarten, habe ich mich für die Operation entschieden. Auf Diskussionen hatte ich keinen Nerv und irgendwie hat mein Bauch die Beziehung zum Orthopäden beendet. Nun, jedenfalls war ich natürlich hellauf begeistert, trotz allem doch noch fast zwei Jahre warten zu müssen. Geduld ist nicht gerade mein zweiter Vorname... Aber nun denn, aufgeben gibt es nicht, da müssen wir dann jetzt durch. Der Physiotherapeut sagte mir dann schon, dass die OP aufgrund der Ruptur doch OK war, ich hätte mich nicht unbedingt operieren lassen müssen, wenn das nicht gewesen wäre. Aber davon wusste ich ja nichts, da es im MRT nicht sichtbar gewesen ist. Jetzt frage ich mich trotz alledem, wieso eigentlich nicht??? Wieso geht man denn dann zum MRT? Ich denke, da sind die Weichteile auch zu sehen...? Muss man alles selbst studieren und erlernen und sich von dem Ganzen ein Bild machen zu können. Es ist wirklich anstrengend... Auf wen oder was kann man sich denn verlassen? Man geht ja schließlich hin, weil die Leute ihr jeweiliges Fach erlernt haben. Tja, ich denke, es gibt eben Erlerntes, Erfahrung und Meinungen und die werden eben von jedem einzelnen Arzt oder Therapeut weiter gegeben und die Entscheidung trifft man eben doch zuletzt. Man sollte sich nur nicht wundern, wenn man sich verschiedene Meinungen einholt, dann auch verschiedene Meinungen und Aussagen zu erhalten...

So nebenbei erwähnt, hätte mir mein Orthopäde keine Physiotherapie verschrieben, und ja, ich weiß, dass diese Ärzte in ihrem Budget wohl leider sehr begrenzt sind. Aber wieso sagen die das nicht einfach offen und ehrlich? Dann kann man doch selbst noch die verschiedenen Möglichkeiten eruieren. Hätte ich nicht noch die richtige Ansprechpartnerin gefunden, dann hätte ich gar nicht gewusst, auf was ich alles Anspruch habe - 30 Physiotherapiestunden und es wurde ein Physiostuhl mit einem Armmotor für mich beantragt. So was weiß man doch von allein gar nicht. Ich finde es jedenfalls klasse und ich werde diesen Stuhl auch so viel wie möglich - und so viel ich darf natürlich - nutzen, damit der Stuhl auch seinen Sinn erfüllt. Ich mache zurzeit die Übungen, die ich bisher machen darf, also das Handtuch über die Tür legen und von beiden Seiten am Ende festhalten. Mit dem gesunden Arm ziehe ich den lädierten Arm hoch. Nur so weit es wirklich geht, ohne mich dabei in den Rücken zu legen, nur weil ich höher kommen möchte. Das ist Fusch und der Arm kommt tatsächlich nicht höher. Das mache ich ein paar Mal, nicht zu viel - so etwa 6 Mal. Dann schwinge ich eine 0,5 l Flasche Sprudel - oder Saft ;-) - nach vorne und hinten, aber auch nur soweit das ohne Anstrengung geht. Einfach nur so viel, dass sich die Schulter ohne Schmerzen bewegen lässt. Mehr traue ich mich noch nicht.

8.7.17 16:59
 


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